27.6 C
London
Monday, August 8, 2022

Ukrainische Soldaten absolvieren Artillerie-Ausbildung in Deutschland

- Advertisement -spot_imgspot_img
- Advertisement -spot_imgspot_img

Ukrainische Soldaten sind nach Deutschland gereist, um mit der Haubitzenausbildung zu beginnen. Die Soldaten werden nach Abschluss ihrer Ausbildung in die Ukraine zurückkehren, wobei Bundeskanzler Olaf Scholz verspricht, schwere Artillerie zu entsenden, um die Verteidigung des Landes zu stärken.

Ukrainische Truppen landen zum Waffentraining in Deutschland
Über 60 ukrainische Soldaten sind aus Polen nach Deutschland gereist, um am Waffentraining teilzunehmen. Die auf rund 40 Tage angelegte Ausbildung der Soldaten inklusive Fachexperten und Übersetzer wird an der deutschen Militärartillerieschule im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein absolviert. Nach der Ausbildung werden die Truppen in die Ukraine zurückkehren.

Eine Haubitze ist eine Langstreckenwaffe; eine Form schwerer Artillerie, die irgendwo zwischen einer Kanone und einem Mörser angesiedelt ist. Sie sollen Konvois begleiten und ihnen Bodenunterstützung bieten. Die ukrainischen Truppen in Deutschland werden im Umgang mit dem Modell Haubitze 2000 (auf Deutsch auch als Panzerhaubitze 2000 bekannt) geschult, einer gepanzerten Selbstfahrlafette im Kaliber 155 mm, die alle 10 Sekunden drei Schüsse abfeuern kann.

Haubitzen wurden erstmals 1998 von Krauss-Maffei Wegmann, einem Rüstungsunternehmen mit Sitz in München, und Rheinmetall, einem Rüstungshersteller mit Sitz in Düsseldorf, für die Bundeswehr entwickelt 60 Kilometer pro Stunde auf eine Reichweite von rund 420 Kilometern. Sie sind äußerst leistungsfähige Waffen, die Gewässer mit einer Tiefe von bis zu 1,5 Metern überqueren können und eine Reichweite von etwa 30 bis 56 Kilometern aufweisen (je nach verwendeter Munitionsart).

Bundeskanzler Scholz verspricht der Ukraine Waffen
In einer großen Wende der Bundesregierung kündigte Olaf Scholz an, Deutschland werde sieben Haubitzen in die Ukraine schicken, nachdem es zuvor von Kiew und seinen Verbündeten dafür kritisiert worden war, keine schweren Waffen in das belagerte Land zu schicken. Die Haubitzen müssen erst einsatzbereit gemacht werden, bevor sie überstellt werden, was bis zum Sommer erwartet wird.

Laut Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht verfügt die Bundeswehr derzeit über rund 100 Haubitzen, obwohl nur 40 im Einsatz sind. Die Bundesregierung hat zudem zugesagt, mehrere Flakpanzer Gepard-Flugabwehrgeschütze in die Ukraine zu schicken, die aber ebenfalls erst einsatzbereit gemacht werden müssen.

- Advertisement -spot_imgspot_img
Latest news
- Advertisement -spot_img
Related news
- Advertisement -spot_img